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Glück gehabt

Es fällt Menschen oftmals schwer, sich einzugestehen, dass sie einfach großes Glück hatten. Ihr Vermögen haben sie sich erarbeitet, selbst wenn es vor allem durch den Tod eines Verwandten auf dem Konto gelandet ist. Der Erfolg in Film, Musik oder Internet rührt von den eigenen Anstrengungen her und nicht davon, dass eventuell die richtigen Personen zur richtigen Zeit ein Auge auf die damals noch weitaus weniger erfolgreichen Kunstschaffenden geworfen haben. Wer am Kickertisch gewonnen hat, tat dies aufgrund der eigenen Bestleistung und nicht wegen der zwanzig Bier, die sich das gegnerische Team vorher in Rekordzeit in die neuronale Dachrinne gescheppert hat. So hält man sich fest an der eigenen Wirksamkeit und kann weitaus einfacher erklären, warum andere nicht diesen bestimmten Punkt im Leben erreichen.

Dieses Eingeständnis des Glücks geht oft mit der Erkenntnis einher, dass man nicht zu den Menschen gehört, die deutlich mehr Pech in ihrer Biografie hatten. Und das ist das nächste Problem. Man will ja weiter dazugehören. Man will nicht offen zugeben, dass man einen besseren Status hat. So erzählt Olaf Scholz, dass er noch immer zur Mittelschicht gehöre, oder die alte Binsenweisheit, dass Geld nicht glücklich mache, wird aus dem Sack gezaubert. Es ist natürlich nur Zufall, dass sie ihre Freundschaften weitaus seltener zu ärmeren Menschen pflegen. Man läuft sich halt so selten über den Weg, wie soll da denn etwas entstehen? Da kann man ja nun wirklich nichts dran ändern.

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von Malte Küppers

Aktuelle Veranstaltungen

Buchvorstellung, Lesung und Gespräch

11. Februar

2026

19:30 Uhr

Buchhandlung Kapitel Zwei, Heilige-Geist-Str. 3, 45657 Recklinghausen

Rainer Moritz „Das Jahr in Büchern“

Was soll man lesen? Rainer Moritz macht aus der Not eine Tugend und gibt in seinem Buch unerschrocken satte 366 Literaturtipps um den eigenen Lesehorizont zu erweitern.

Rainer Moritz, Foto: Köster

Die Antwort auf die Frage: »Was soll ich lesen?«
Rainer Moritz macht aus der Not eine Tugend und gibt unerschrocken satte 366 Literaturtipps (Schaltjahre also inbegriffen). Ob Vertrautes oder Überraschendes: Auf jeder Seite findet sich eine Buchempfehlung, die entweder einen direkten oder einen charmanten Bezug zum Datum oder zur Jahreszeit hat. So möge Neugier entstehen, den Horizont zu erweitern und sich dem Entlegenen, dem manchmal zu Unrecht Vergessenen zuzuwenden.

Rainer Moritz stellt uns sein Buch voller Leseglück vor, das dazu ermuntert, die eigenen Regale abzuschreiten oder Buchhandlungen und Bibliotheken zu durchstöbern. Ein bibliophile Freude zum Verschenken – oder um sich selbst eine zu machen.

Veranstalter: Buchhandlung Kapitel Zwei

Tickets in €: 15,-

Buchvorstellung, Lesung, Lesung und Gespräch

11. Februar

2026

19:30 Uhr

Buchhandlung Proust, Am Handelshof 1, 45127 Essen

Bettina Flitner „Meine Mutter“

Bettina Flitner schafft aus den Erlebnissen ihrer Reise ins heutige Polen und aus Nachlässen ihrer Familie einen hochspannenden Familienroman, der zugleich Versöhnung mit der eigenen Mutter ist.

Bettina Flitner, Foto: Bettina Flitner

Bettina Flitner, Foto: Bettina Flitner

Als Bettina Flitner für eine Lesung aus ihrem Buch »Meine Schwester« nach Celle zurückkehrt – dorthin, wo vor 40 Jahren ihre Mutter beerdigt wurde –, springen sie mit unerwarteter Heftigkeit Fragen an, die sie lange von sich fern gehalten hatte: Fragen nach dem großen Unglück im Leben ihrer Mutter und nach einer Familienkatastrophe in einer fernen Zeit und in einem fernen Land.

Und so begibt sich Bettina Flitner auf eine Reise voller Überraschungen und Entdeckungen in den Luftkurort Wölfelsgrund im ehemaligen Niederschlesien, dem heutigen Międzygórze, wo ihre Vorfahren bis zur dramatischen Flucht 1946 ein Sanatorium besessen und geleitet haben. Aus den Erlebnissen ihrer Reise ins heutige Polen, den Tagebüchern und Dokumenten ihrer Familienmitglieder und ihren eigenen Erinnerungen an das Leben ihrer Mutter erschafft Bettina Flitner nicht weniger als ein literarisches Meisterwerk, einen hochspannenden Familienroman, der zugleich eine nachgetragene Versöhnung mit der eigenen Mutter ist und die erlösende Kraft des Erinnerns und des genauen Erzählens demonstriert.

Veranstalter: Buchhandlung Proust, Förderverein Essener TelefonSeelsorge e.V.

Tickets in €: 15,-

Kinder- und Jugendbuch, Lesung

11. Februar

2026

16:00 Uhr

literaturhaus.dortmund, Neuer Graben 78, 44139 Dortmund

KiLiFee2026: Stefanie Taschinski: Der geniale Herr Kreideweiß auf magischer Klassenfahrt

Die geniale Buchreihe für Kinder ab 8 von Bestsellerautorin Stefanie Taschinski bringt magisches Chaos in die Schule! Mit vielen farbigen Bildern von Nikolai Renger.

Nie wieder Langeweile in der Schule! Dank dem genialen Lehrer Herr Kreideweiß und seinem sprechenden Glücksschaf Rüdiger freut Matti sich jeden Tag auf den Unterricht. Doch weil eine machthungrige Nachthexe das Glücksschaf entführen wollte, befindet sich Rüdiger nun weit weg auf Schloss Krötenfels. Und die Gefahr ist nicht gebannt! Denn noch immer möchte die Nachthexe unbedingt Rüdiger stehlen und mit seiner Glücksmagie die mächtigste Hexe aller Zeiten werden.
Für Matti ist klar: Die anstehende Klassenfahrt muss zur Kröteninsel verlegt werden! Nur so können sie und ihre Freunde ihrem Lieblings-Glücksschaf helfen. Mit Herrn Kreideweiß reisen sie auf einen nahegelegenen Campingplatz. Schon bald geschehen dort unerklärliche Dinge: Immer wieder schwirren auffällige Falter um die Kinder herum, das Zelt ihres Lehrers wird von Kröten belagert und dann verschwindet auch noch die Kiste mit den leckeren Ananas für Rüdiger!
Ob da die Nachthexe ihre Finger im Spiel hat? Mit vereinten Kräften tun Herr Kreideweiß, Matti und die gesamte Klasse alles, was in ihrer Macht steht, um Rüdigers Glücksmagie zu retten.

„Der geniale Herr Kreideweiß“ handelt vom turbulenten Schul-Alltag rund um einen unfreiwillig magischen Lehrer und seine Schüler*innen. Hinreißend erzählt und voller lustiger Einfälle von Stefanie Taschinski, der preisgekrönten Erfolgsautorin von „Die kleine Dame“, „Familie Flickenteppich“ und „Funklerwald“. Mit liebevollen und witzigen Illustrationen von Nikolai Renger. Für Kinder ab 8 Jahren und für die ganze Familie.

Die lustigste Geschichte, seit es Zauberei und freche Schafe gibt!

Gefördert durch die Werner Richard Dr. Carl Dörken Stiftung

Veranstalter: literaturhaus.dortmund

Tickets in €: Eintritt frei

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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