wir
reden

Morgengrauen

Hinterm Haus
rumpelt die Zechenbahn
durch meine Kindheit
bringt Kohle zum Kanal
die Männer der Frühschicht
zum Schacht

Hinterm Pütt
fahren paar Bergleute
den schwarzen Weg
auf ihren Rädern
die andere Richtung
aus der Nacht

Henkelmann und Kaffeepulle
unterm Arm kommen welche
zu Fuß den Bahndamm entlang
hinterm Haus
steigt warm und rot
die Morgensonne auf

ich werde draußen spielen

von Gerd Puls

Aktuelle Veranstaltungen

Lesung, Lesung und Gespräch

25. Juli

2026

17:00 Uhr

Metropolengarten Am Dahlbusch, 45884 Gelsenkirchen

Literaturfestival Nah und Fern: Julia Hoch „Frau Putz“

Kerstin Wischnewski ist selbstständige Reinigungskraft und übernimmt die Kundschaft einer Kollegin - spezielles Interieur inklusive: Plaudernde Tauben, sprechende Kaffeeautomaten und einige mehr.

Julia Hoch, Foto: Dominic Hoch

Kerstin Wischnewski ist selbstständige Reinigungskraft – und ihr brechen die Aufträge weg. Unverhofft erhält sie das rettende Angebot, die gut zahlende und zugleich sehr spezielle Stammkundschaft einer Kollegin zu übernehmen. Während ihrer Arbeit bei einem geisterhaften Künstler, einer mit Tauben plaudernden alten Dame, dem mopsigen Richard III. und zwischen sprechenden Kaffeeautomaten muss Kerstin peinlich darauf achten, welche Räume sie betreten darf und wann Distanz notwendig oder Nähe unvermeidbar ist. Dabei wird eine Frage in ihr immer lauter: Wer (be)achtet sie und ihre Arbeit?

„Frau Putz“ wurde mit dem Preis des Literaturfests Meißen 2025 ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung des Literaturfestivals „Nah und Fern“, das vom 16. bis 25. Juli 2026 stattfindet.
Die Schirmherrschaft hat die Oberbürgermeisterin Andrea Henze.

Veranstalter: Metropolengarten Am Dahlbusch, Stadt Gelsenkirchen

Tickets in €: frei

Lesung, Lesung und Gespräch

25. Juli

2026

18:30 Uhr

Metropolengarten Am Dahlbusch, 45884 Gelsenkirchen

Literaturfestival Nah und Fern: Henning Sußebach „Anna oder: Was von einem Leben bleibt Die Geschichte meiner Urgroßmutter“

Henning Sußebach begibt sich auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna, eine scheinbar gewöhnliche Frau, die ein außergewöhnliches Leben gegen allerlei Widerstände geführt hat.

Henning Sußebach, Foto: Vera Tammen

1887, tief im Sauerland. Eine junge Frau kommt den Weg hinauf ins Dorf Cobbenrode. Dort soll Anna Kalthoff die neue Lehrerin werden. Doch sie wird es nicht bleiben. Denn Anna widersetzt sich bald den Erwartungen des Ortes und den Regeln ihrer Zeit. Sie entscheidet selbst, was sie zu tun und zu lassen hat, wie sie leben und wen sie lieben will.

Zwei Jahrhunderte später rekonstruiert der Urenkel Annas inspirierendes Leben und rettet so die Geschichte einer selbstbewussten Frau vor dem Vergessen. Sein Buch ist eine zauberhafte Annäherung an die Vorfahren, ohne deren Entscheidungen und Mut es uns nicht gäbe.
Einige Fotos, Poesiealben, Postkarten, ein Kaffeeservice, ein Verlobungsring: Viel mehr stand Henning Sußebach nicht zur Verfügung, als er sich auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna begab. Nach einem Jahr der Suche fügte sich ein Bild: Da hat eine scheinbar gewöhnliche Frau ein außergewöhnliches Leben geführt, gegen allerlei Widerstände. Anna nahm sich, was sie vom Leben wollte. Männer, Arbeit, Freiheit! Diesem Willen hat der Autor seine Existenz zu verdanken. Sein Buch ermuntert uns alle, nach den Annas zu suchen, die es in jeder Familiengeschichte gibt.

Eine Veranstaltung des Literaturfestivals „Nah und Fern“, das vom 16. bis 25. Juli 2026 stattfindet.
Die Schirmherrschaft hat die Oberbürgermeisterin Andrea Henze.

Veranstalter: Metropolengarten Am Dahlbusch, Stadt Gelsenkirchen

Tickets in €: frei

Lesung, Lesung und Gespräch

25. Juli

2026

20:00 Uhr

Metropolengarten Am Dahlbusch, 45884 Gelsenkirchen

Literaturfestival Nah und Fern: Lisa Roy „Alles ist Gold“

Bei Jana ist alles nicht so Gold, denn sie ist frisch getrennt und schwanger. Lisa Roy erzählt von der Suche nach Sinn und Zugehörigkeit, nach Glauben, Familie, Liebe und Freundschaft.

Lisa Roy, Foto: Heike Steinweg

Zwei Frauen, ein Roadtrip und die Frage: Worin liegt der Sinn im eigenen Leben, wenn theoretisch alles möglich ist? Lisa Roy fängt mit ihrem neuen Roman das Lebensgefühl der Millennials ein.

Jana Doktor ist fast dreißig, frisch getrennt und vorübergehend wieder bei den Eltern eingezogen. Ihr Studium dümpelt vor sich hin, nach einem One-Night-Stand ist sie schwanger, alles gerade nicht so Gold also. Soll sie das Kind bekommen oder lieber nicht? Den einzigen ihr nahestehenden Menschen, ihren Bruder – queer, glücklich verheiratet und neuerdings Vater –, mag sie diesmal nicht ins Vertrauen ziehen, er hat genug um die Ohren.
In einem Kölner Imbiss begegnet Jana einer Frau, die so ganz anders ist als sie: selbstbewusst und klar. Aber auch Miral steht an einem Wendepunkt. Spontan begeben sich die beiden Frauen auf einen Roadtrip nach Italien, der für Jana ein unerwartetes Erlebnis bereithält: Eine Epiphanie?

Lakonisch und zugleich warmherzig erzählt Lisa Roy von der Suche nach Sinn und Zugehörigkeit, nach Glauben, Familie, Liebe und Freundschaft in einer zunehmend unübersichtlichen Welt.

Veranstalter: Metropolengarten Am Dahlbusch, Stadt Gelsenkirchen

Tickets in €: frei

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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