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Glück gehabt

Es fällt Menschen oftmals schwer, sich einzugestehen, dass sie einfach großes Glück hatten. Ihr Vermögen haben sie sich erarbeitet, selbst wenn es vor allem durch den Tod eines Verwandten auf dem Konto gelandet ist. Der Erfolg in Film, Musik oder Internet rührt von den eigenen Anstrengungen her und nicht davon, dass eventuell die richtigen Personen zur richtigen Zeit ein Auge auf die damals noch weitaus weniger erfolgreichen Kunstschaffenden geworfen haben. Wer am Kickertisch gewonnen hat, tat dies aufgrund der eigenen Bestleistung und nicht wegen der zwanzig Bier, die sich das gegnerische Team vorher in Rekordzeit in die neuronale Dachrinne gescheppert hat. So hält man sich fest an der eigenen Wirksamkeit und kann weitaus einfacher erklären, warum andere nicht diesen bestimmten Punkt im Leben erreichen.

Dieses Eingeständnis des Glücks geht oft mit der Erkenntnis einher, dass man nicht zu den Menschen gehört, die deutlich mehr Pech in ihrer Biografie hatten. Und das ist das nächste Problem. Man will ja weiter dazugehören. Man will nicht offen zugeben, dass man einen besseren Status hat. So erzählt Olaf Scholz, dass er noch immer zur Mittelschicht gehöre, oder die alte Binsenweisheit, dass Geld nicht glücklich mache, wird aus dem Sack gezaubert. Es ist natürlich nur Zufall, dass sie ihre Freundschaften weitaus seltener zu ärmeren Menschen pflegen. Man läuft sich halt so selten über den Weg, wie soll da denn etwas entstehen? Da kann man ja nun wirklich nichts dran ändern.

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von Malte Küppers

Aktuelle Veranstaltungen

Bild und Text, Vortrag

24. September

2026

18:00 Uhr

schauraum: comic + cartoon, Max-von-der-Grün-Platz 7, 44137 Dortmund

Dr. Dr. Grischka Petri „Entenhausen, Stadt der Chimären“

Warum ist Entenhausen bevölkert von sprechenden Tieren? Dieser ebenso kenntnisreiche wie unterhaltsame Vortrag untersucht das Verhältnis von Mensch und Tier in Entenhausen.

Dr. Dr. Grischka Petri, Foto: Jana Rodenbusch

Wer mit den Lustigen Taschenbüchern aufgewachsen ist, glaubt, die Welt von Entenhausen und ihre Bewohner wie Donald Duck sowie seine Neffen Tick, Trick und Track bestens zu kennen.

Doch in seinem Vortrag wirft Kunsthistoriker und Jurist Dr. Dr. Grischka Petri einen genauereren Blick auf den Kosmos von Entenhausen. Gemeinsam erkunden wir, was die berühmte Comicwelt so einzigartig macht und welche kulturgeschichtlichen Fragen sich hinter ihren tierischen Figuren verbergen.

Passend zur aktuellen Ausstellung „Ich, das Tier. Vom bösen Wolf bis Donald Duck - Tiere im Comic“ untersucht der Vortrag das Verhältnis von Mensch und Tier in Entenhausen, nimmt Donald Duck und seine Mitstreiter genauer unter die Lupe und zeigt auf, welchen Einfluss diese besondere Welt auf andere Comicwerke hatte, etwa auf die „Herr Hase“-Geschichten von Lewis Trondheim.

Ein absolutes Muss für alle Fans von Donald Duck und Entenhausen sowie für alle, die mit den Lustigen Taschenbüchern groß geworden sind oder sie bis heute mit Begeisterung lesen.

Der Besuch des Vortrags ist kostenfrei. Eine Anmeldung per Mail an comic@stadtdo.de wird empfohlen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Ich, das Tier. Vom bösen Wolf bis Donald Duck - Tiere im Comic“.

Veranstalter: schauraum: comic + cartoon

Tickets in €: frei

Leseshow, Lesung und Gespräch

24. September

2026

19:00 Uhr

Zentrum für Internationale Lichtkunst e.V., Lindenplatz 1, 59423 Unna

Thirsty Thursday: Jakob Schwerdtfeger „Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht“

Der Stand-Up-Comedian und Kunsthistoriker Jakob Schwerdtfeger versammelt in seinem neuen Buch jede Menge Meisterwerke, Geheimtipps, Anekdoten und Kunst-Skandale.

Seit es Menschen gibt, machen sie Kunst – mal schillernd und farbenfroh, mal düster und bedrohlich. Museen und Galerien sind ein riesiger Pool voll sprudelnder Kreativität.
Der Stand-Up-Comedian und Kunsthistoriker Jakob Schwerdtfeger begeistert mit seinem ganz eigenen Blick Kunstbanausen und Fachpublikum. Was hat der Impressionismus mit Hunde-Pullovern zu tun? Warum sieht der Kubismus aus, als hätte man in einen Spiegel geboxt? Und wie wurde die Renaissance zur Streberin unter den Kunstepochen?

Ab 18:00 Uhr können Auszüge aus der Sammlung und unsere aktuelle Wechselausstellung besichtig werden.

Jakob Schwerdtfeger, Jahrgang 1988, studierte Kunstgeschichte und arbeitete mehrere Jahre in der Kunstpädagogik des renommierten Frankfurter Städel Museums. Seit 2012 steht er auf der Bühne und verbindet als Autor, Moderator, Kurator und Stand-up-Comedian Kunstwissen mit Entertainment. Sein erstes Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst – und das ist Kunst“ wurde zum Bestseller.

Veranstalter: Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna

Tickets in €: 20,-

Festival, Lesung, Lesung und Gespräch

24. September

2026

19:00 Uhr

Das Plus am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg

NACHSPIELZEIT: Mara Pfeiffer „Alexandra Popp und Wolfgang Frank. Das Leben als Geschichte erzählen“

Vorbildhafter Trainer Wolfgang Frank und eine deutsche Spitzenfußballerin Alexandra Popp. Beider Karrieren besaßen den Schauplatz Duisburg. Mara Pfeiffer hat die Biografien geschrieben.

Foto: Marc Werlen

Alexandra Popps Karriere beschleunigte sich beim FCR 2001 Duisburg. Wolfgang Frank hingegen stieß beim MSV Duisburg mit seinen Ideen zum Fußball auf großen Widerstand. Die Journalistin Mara Pfeiffer hat mit der ehemaligen DFB-Kapitänin Alexandra Popp deren Autobiografie geschrieben. Für die Biografie des Fußballers und innovativen Trainers Wolfgang Frank hat sie nach seinem Tod mit über 80 Menschen aus dessen Umfeld gesprochen. Entstanden sind zwei vielschichtige Lebensgeschichten, in denen Duisburg keine kleine Rolle spielt. Zudem war Wolfgang Frank für Jürgen Klopp der bedeutendste Fußballlehrer seiner Karriere. Ein passendes Vorprogamm für den gemeinsamen TV-Abend beim Länderspieldebut von Jürgen Klopp in der Begegnung gegen die Niederlande.

Mara Pfeiffer schreibt und spricht als Journalistin und Autorin mit feministischer Grundhaltung über Sport und Gesellschaft. Weil sie sich besonders für Menschen und ihre Geschichten interessiert, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sie bei Biografien landet, die sie mit großer Leidenschaft zu Papier bringt.

Eintritt frei(willig) Hutveranstaltung

Das Festival für Fußballliteratur NACHSPIELZEIT findet vom 9. bis 30. September 2026 im Kreativquartier Ruhrort statt, ein Projekt im Rahmen des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und umgesetzt vom Regionalverband Ruhr mit der Kreativquartier Ruhrort UG und der Stadt Duisburg.

Veranstalter: Kreativquartier Ruhrort, NACHSPIELZEIT - Festival für Fußballliteratur

Tickets in €: frei

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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