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Glück gehabt

Es fällt Menschen oftmals schwer, sich einzugestehen, dass sie einfach großes Glück hatten. Ihr Vermögen haben sie sich erarbeitet, selbst wenn es vor allem durch den Tod eines Verwandten auf dem Konto gelandet ist. Der Erfolg in Film, Musik oder Internet rührt von den eigenen Anstrengungen her und nicht davon, dass eventuell die richtigen Personen zur richtigen Zeit ein Auge auf die damals noch weitaus weniger erfolgreichen Kunstschaffenden geworfen haben. Wer am Kickertisch gewonnen hat, tat dies aufgrund der eigenen Bestleistung und nicht wegen der zwanzig Bier, die sich das gegnerische Team vorher in Rekordzeit in die neuronale Dachrinne gescheppert hat. So hält man sich fest an der eigenen Wirksamkeit und kann weitaus einfacher erklären, warum andere nicht diesen bestimmten Punkt im Leben erreichen.

Dieses Eingeständnis des Glücks geht oft mit der Erkenntnis einher, dass man nicht zu den Menschen gehört, die deutlich mehr Pech in ihrer Biografie hatten. Und das ist das nächste Problem. Man will ja weiter dazugehören. Man will nicht offen zugeben, dass man einen besseren Status hat. So erzählt Olaf Scholz, dass er noch immer zur Mittelschicht gehöre, oder die alte Binsenweisheit, dass Geld nicht glücklich mache, wird aus dem Sack gezaubert. Es ist natürlich nur Zufall, dass sie ihre Freundschaften weitaus seltener zu ärmeren Menschen pflegen. Man läuft sich halt so selten über den Weg, wie soll da denn etwas entstehen? Da kann man ja nun wirklich nichts dran ändern.

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von Malte Küppers

Aktuelle Veranstaltungen

Buchvorstellung, Lesung und Gespräch

26. August

2026

18:30 Uhr

Eine gute Adresse, Bochumer Straße 100, 45886 Gelsenkirchen

Benni Bauerdick und Mechthild Schroeter-Rupieper „Ich bin todesmutig. Vom Umgang mit Trauer im Leben“

Trauer betrifft uns alle - umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen. In ihrem Buch geben Benni Bauerdick und Mechthild Schroeter-Rupieper professionelle Anleitung, wie man sich dem Thema nähert.

Mechthild Schroeter-Rupieper, Benni Bauerdick, Foto: FUNKE Foto Services | Kerstin Kokoska

Trauer betrifft uns alle! Plötzlich ist die Welt eine ganz andere. Der Tod eines nahen Menschen verändert alles und lässt Betroffene und deren Umfeld meist ratlos zurück. Benni Bauerdick und Mechthild Schroeter-Rupieper haben es sich zur Aufgabe gemacht, Trauernde auf ihrem Weg zu begleiten und Tabus zu durchbrechen. Es wird Zeit, dass wir offen über Tod und Trauer sprechen. Dieses Buch hilft dabei mit Beispielen, verständlichen Erklärungen, Impulsfragen und vielen Tipps aus der Praxis.

Benni Bauerdick ist Radiomoderator bei 1LIVE und WDRFernsehreporter. Er steht regelmäßig vor der Kamera, hat aber unter anderem auch viele Jahre hinter den Kulissen des „Kölner Treffs“ an der Seite von Bettina Böttinger gearbeitet. Er ist Podcaster und Trauerbegleiter, in seiner Wahlheimat Köln begleitet er regelmäßig Trauergruppen und bietet Einzelbegleitungen an. Zusammen mit Mechthild Schroeter-Rupieper entwickelte er den Podcast „Todesmutig“.

Mechthild Schroeter-Rupieper ist die Gründerin der Familientrauerbegleitung im deutschsprachigen Raum. Seit über 30 Jahren begleitet sie aktiv Familien, die Angehörige verloren haben und bietet Seminare an. Sie leitet das Institut Lavia Familientrauerbegleitung in Gelsenkirchen und schafft mit ihrem Team einen geschützten Raum für Betroffene. Sie hat zahlreiche Bücher zum Thema Trauer veröffentlicht.

Veranstalter: Klartext Verlag, Eine gute Adresse

Tickets in €: frei

Literatur und Musik

27. August

2026

19:30 Uhr

Altes Rathaus Dorsten, Markt 1, 46282 Dorsten

Hallelujah und Schalom. Leonard Cohen – mit Lutz Debus und Holger Jenrich

Lutz Debus und Holger Jenrich bewegen sich musizierend und erzählend durch das Leben des kanadischen Sängers und Dichters Leonard Cohen.

Lutz Debus, Holger Jenrich, Foto: Ulrich Pietsch

Leonard Cohen (1934-2016) war vieles: Jude und Buddhist, Musiker und Schriftsteller, introvertierter Frauenschwarm und intellektueller Poet. Er schrieb und sang über Freiheit und Liebe, Tod und Religion. Und er schuf Songs, die man eigentlich zum Weltkulturerbe erklären müsste: „Bird on a Wire“, „Suzanne“, „Hallelujah“.

Lutz Debus und Holger Jenrich bewegen sich musizierend und erzählend durch das Leben des kanadischen Sängers und Dichters. So entsteht ein ebenso bewegendes wie informatives Porträt von Leonard Cohen aus Liedern und Geschichten.

Lutz Debus ist Sozialpädagoge und Musiker und lebt in Dortmund.
Holger Jenrich ist gelernter Tageszeitungsredakteur, Buchautor und Publizist und lebt in Hannover und Lünen.

Veranstalter: Melange e.V., Trägerverein Altes Rathaus Dorsten e.V.

Tickets in €: 15,-

Lesebühne

27. August

2026

19:00 Uhr

Dortmunder U Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund

Wirrvarieté – die Lesebühne

Eine Bühne, neun Köpfe, unzählige Ideen – das WirrVarieté hält NRW seit einigen Jahren künstlerisch stabil und zaubert literarische Feuerwerke und feinste Livekunst auf die Bühne.

Die Lesebühne "Wirrvarieté", Grafik: Artur Fast

Wenn Andy Strauß, Sandra Da Vina, Sebastian 23, Luca Swieter, Aylin Celik, Yannick Steinkellner und Jana Goller zusammentreffen, entsteht mehr als eine Lesebühne – ein morphendes Ensemble wandelt zwischen Lyrik, Satire, Spokenword und frischen Songs auf unnachahmliche Weise. Was einzeln schon beeindruckt, wird im Kollektiv zur Live-Eskalation der Ideen. Jede*r bringt neue Texte mit, es wird improvisiert, interagiert, ausprobiert und mit vollem Herzen, spitzer Zunge und einer großen Portion Selbstironie begeistert. Mal politisch, mal poetisch, mal völlig absurd – aber immer 100% Wucht in 100 Minuten!

Begleitet wird das Spektakel wie immer vom visuell-akustischen Wahnsinn: Artur Fast zeichnet live, schnell und intuitiv – seine Bilder entstehen direkt aus dem Moment heraus. Dazu sorgt DJ Kleinradhuelse für den richtigen Groove zwischen den Auftritten, für Soundspielereien und spontane Beats während den Bits.

WirrVarieté bedeutet, dass alles passieren kann. Die Punkband unter den Mixed Shows. Nichts ist sicher, nur eines ist fix: langweilig ist es nie!

Wegen begrenzter Platzzahl bitten wir euch sich per Mail an kleinerfreitag@stadtdo.de anzumelden. Die Veranstaltungsteilnahme ist kostenfrei.

Der „Kleiner Freitag“ findet jeden Donnerstag ab 19 Uhr an unterschiedlichen Orten im und am Dortmunder U statt.

Preisinformation:

Wegen begrenzter Platzzahl bitten wir euch sich per Mail an kleinerfreitag@stadtdo.de anzumelden. Die Veranstaltungsteilnahme ist kostenfrei.

Veranstalter: Dortmunder U

Tickets in €: frei

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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