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Glück gehabt

Es fällt Menschen oftmals schwer, sich einzugestehen, dass sie einfach großes Glück hatten. Ihr Vermögen haben sie sich erarbeitet, selbst wenn es vor allem durch den Tod eines Verwandten auf dem Konto gelandet ist. Der Erfolg in Film, Musik oder Internet rührt von den eigenen Anstrengungen her und nicht davon, dass eventuell die richtigen Personen zur richtigen Zeit ein Auge auf die damals noch weitaus weniger erfolgreichen Kunstschaffenden geworfen haben. Wer am Kickertisch gewonnen hat, tat dies aufgrund der eigenen Bestleistung und nicht wegen der zwanzig Bier, die sich das gegnerische Team vorher in Rekordzeit in die neuronale Dachrinne gescheppert hat. So hält man sich fest an der eigenen Wirksamkeit und kann weitaus einfacher erklären, warum andere nicht diesen bestimmten Punkt im Leben erreichen.

Dieses Eingeständnis des Glücks geht oft mit der Erkenntnis einher, dass man nicht zu den Menschen gehört, die deutlich mehr Pech in ihrer Biografie hatten. Und das ist das nächste Problem. Man will ja weiter dazugehören. Man will nicht offen zugeben, dass man einen besseren Status hat. So erzählt Olaf Scholz, dass er noch immer zur Mittelschicht gehöre, oder die alte Binsenweisheit, dass Geld nicht glücklich mache, wird aus dem Sack gezaubert. Es ist natürlich nur Zufall, dass sie ihre Freundschaften weitaus seltener zu ärmeren Menschen pflegen. Man läuft sich halt so selten über den Weg, wie soll da denn etwas entstehen? Da kann man ja nun wirklich nichts dran ändern.

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von Malte Küppers

Aktuelle Veranstaltungen

Kinder- und Jugendbuch, Schreibwerkstatt, Workshop/Seminar

26. Oktober

2026

14:30 Uhr

Zentralbibliothek im Heinrich-von-Kleist-Forum, Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm

Knack den Spannungscode: Schreibworkshop mit Alexandra Kui

Wie schreibe ich eine aufregende Geschichte? Was macht einen Roman zum Thriller? Und wie finde ich den richtigen Tatort für meinen Fall?

© Thomas Duffe

Autorin Alexandra Kui macht sich zusammen mit den Teilnehmenden dieses Workshops auf die Suche nach Antworten auf diese und viele weitere spannende Fragen.

Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Nach einem Studium der Soziologie arbeitete sie für verschiedene Tageszeitungen, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. Neben Krimis wie “Blaufeuer” (verfilmt fürs ZDF) schrieb sie mehrere Jugendthriller. Zuletzt erschien von ihr der Roman “Was hast Du nur getan?”, in dem sich alles um einen toten Musterschüler, eine Clique mit krimineller Vergangenheit und eine Schulleiterin mit eigener Agenda dreht.

Mit einem kurzen Auszug aus diesem Buch, wird sie auch in das Seminar einsteigen, bevor es mit den Teilnehmenden auf die Suche nach Ideen für den eigenen Thriller geht. Dabei gilt es zu entdecken, wie man Spannung erzeugen kann und wo man am besten sein Verbrechen ansiedelt - “Tatortbegehung” inklusive. Ob eine kleine Kurzgeschichte oder der Einstieg in einen Roman - am Ende sollen eigene Texte entstehen, die die Teilnehmenden dann auch der Gruppe vorstellen können. Dabei gilt: Ein Verbrechen im Text ist Pflicht!

Teilnehmende sollten Schreibwerkzeug mitbringen. Von Stift und Papier über Tablet und Handy ist hier (fast) alles erlaubt.

Ein Workshop für Jugendliche ab 12 Jahren im Rahmen der Reihe “Crime Youngsters - Krimiprogramm für junge Leser:innen”, mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Veranstaltung ist Teil des Literaturfestivals "Mord am Hellweg" und wird in Kooperation mit dem Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V. und den Stadtbüchereien Hamm organisiert.

Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist ebenfalls vorhanden.

Veranstalter: Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V., Stadtbüchereien Hamm

Tickets in €: 5,-

Sonstiges

26. Oktober

2026

16:00 Uhr

Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Max-Von-Der-Grün-Platz 1-3, 44137 Dortmund Dortmund

Sprechblase: Eine Comic-Feedbackrunde

Ein offenes, regelmäßiges Treffen für Comic- und Mangaschaffende – egal ob Anfängerin, Studierender oder Profi zum Einholen für Feedback.

Was wir machen: Möglichkeit für praktischen und inhaltlichen Austausch. Wir zeigen uns unsere Projekte analog oder per Beamer. Am besten überlegst du dir konkrete Fragen, zu denen du Feedback brauchst. Wenn du etwas am Beamer zeigen willst, bringe ein vorbereitetes pdf mit. Wir haben immer einen Laptop zum zeigen da. Wir geben uns ehrliches, wertschätzendes Feedback. Auch wenn es verlockend ist, loben wir uns nicht nur gegenseitig. Es wird nicht vor Ort gezeichnet – der Fokus liegt auf Besprechung und Austausch.

Veranstalter: Sprechblase

Tickets in €: frei

Buchvorstellung, Lesung, Lesung und Gespräch

26. Oktober

2026

19:30 Uhr

Stadtteilbibliothek Horst, Turfstr. 21, 45899 Gelsenkirchen

Felicitas Fuchs „Rosen im Asphalt“

Linda und Irmi werden beide 1956 geboren. Die eine wächst verarmt in Heimen auf, die andere im Ausland ohne Bezug zu ihrer Heimat. Als Irmi Linda das Leben rettet, entsteht eine innige Freundschaft.

Autorin Felicitas Fuchs

Felicitas Fuchs, Foto: Random House / Philippe Ramakers

1956: Zwei Mädchen werden im selben Jahr geboren – und wachsen doch unter völlig unterschiedlichen Bedingungen auf. Linda kommt in Hamburg zur Welt. Ihre Mutter lässt sie kurz nach der Geburt im Krankenhaus zurück. Es folgen Jahre bei den Großeltern und in Heimen, geprägt von Armut und mangelnder Verlässlichkeit. Erst spät findet sie einen Ort, an dem sie Halt und Förderung erfährt.

Ebenfalls 1956 wird Irmi in Köln geboren. Ihre Familie ist wohlhabend, doch die Mutter ist krank und überfordert. Irmi wird zu Verwandten ins Ausland geschickt. Als ihr Vater sie sechs Jahre später zurückholt, ist Deutschland für sie fremd geworden – sie spricht kein Deutsch mehr und fühlt sich in der eigenen Familie nicht zugehörig.
Zwei Lebenswege, die kaum weiter auseinanderliegen könnten.
Als Irmi Linda in einer dramatischen Situation das Leben rettet, entsteht eine Freundschaft, die beide durch fünf Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte trägt – geprägt von Verlust, Zusammenhalt, Brüchen, Hoffnungen und Neuanfängen.

Felicitas Fuchs schrieb zunächst unter dem Namen Carla Berling humorvolle Romane wie "Der Alte muss weg" und "Glück für Wiedereinsteiger". Als Felicitas Fuchs widmet sie sich historischen Familiengeschichten. Mit "Die Akte Schneeweiß" begeisterte sie bereits zahlreiche Leserinnen und Leser auch auf der Bühne. Die Autorin lebt in Köln und ist für ihre lebendig gestalteten Lesungen bekannt.

Um telefonische Anmeldung telefonisch unter 0209/169-6126 wird gebeten.

Veranstalter: Stadtteilbibliothek Gelsenkirchen-Horst

Tickets in €: 8,-

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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